Thomaskirche: Unterschied zwischen den Versionen
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== | == Geschichte == | ||
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Um 2010 standen dann Großsanierungen an: neue Fenster (aus der Büscherstiftung), neue Küche, neuer Eingangsbereich, neue Toiletten – '''und ein Kirchturm''' für die Glocke. Die Kirche bekam sozusagen ihr eigenes „Update 2.0“. | Um 2010 standen dann Großsanierungen an: neue Fenster (aus der Büscherstiftung), neue Küche, neuer Eingangsbereich, neue Toiletten – '''und ein Kirchturm''' für die Glocke. Die Kirche bekam sozusagen ihr eigenes „Update 2.0“. | ||
== | == Architektur == | ||
Die Thomaskirche wurde ursprünglich nicht als „klassische Kirche“ geplant, sondern als '''multifunktionaler Kirchsaal''' – damals Avantgarde, heute würde man sagen: „Event-Space mit liturgischer Option“. | Die Thomaskirche wurde ursprünglich nicht als „klassische Kirche“ geplant, sondern als '''multifunktionaler Kirchsaal''' – damals Avantgarde, heute würde man sagen: „Event-Space mit liturgischer Option“. | ||
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* 2009–2011 wurde saniert und erweitert – inkl. eigenem Kirchturm für die Glocke der Büscherstiftung. | * 2009–2011 wurde saniert und erweitert – inkl. eigenem Kirchturm für die Glocke der Büscherstiftung. | ||
== | == Inneneinrichtung == | ||
Die Inneneinrichtung der Thomaskirche Overberge zeigt bis heute, dass der ursprüngliche Kirchsaal von 1956 als '''multifunktionaler Raum''' gedacht war. Nichts war überflüssig, alles sollte flexibel sein – typisch für die pragmatische Nachkriegsmoderne und sehr passend zu einem Stadtteil, der damals im Aufbruch war. Besonders bekannt sind die '''umklappbaren Bänke''' des Schreinermeisters Knapp. Mit einem einzigen Griff verwandelten sie sich von Sitzbänken in stabile Tische – ein kleines technisches Wunderwerk, das Gemeindefeiern, Bibelkreise und Kaffeerunden gleichermaßen möglich machte. Wer wollte, konnte also am selben Platz erst predigtandächtig sitzen und eine Stunde später am exakt selben Möbelstück seine Waffel essen. | Die Inneneinrichtung der Thomaskirche Overberge zeigt bis heute, dass der ursprüngliche Kirchsaal von 1956 als '''multifunktionaler Raum''' gedacht war. Nichts war überflüssig, alles sollte flexibel sein – typisch für die pragmatische Nachkriegsmoderne und sehr passend zu einem Stadtteil, der damals im Aufbruch war. Besonders bekannt sind die '''umklappbaren Bänke''' des Schreinermeisters Knapp. Mit einem einzigen Griff verwandelten sie sich von Sitzbänken in stabile Tische – ein kleines technisches Wunderwerk, das Gemeindefeiern, Bibelkreise und Kaffeerunden gleichermaßen möglich machte. Wer wollte, konnte also am selben Platz erst predigtandächtig sitzen und eine Stunde später am exakt selben Möbelstück seine Waffel essen. | ||
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Die Inneneinrichtung ist somit ein Spiegel der Geschichte der Thomaskirche: '''bodenständig, wandelbar, einladend – und immer bereit, vom Gottesdienst ins Gemeindeleben umzuschalten.''' | Die Inneneinrichtung ist somit ein Spiegel der Geschichte der Thomaskirche: '''bodenständig, wandelbar, einladend – und immer bereit, vom Gottesdienst ins Gemeindeleben umzuschalten.''' | ||
== | == Glocken == | ||
Die Thomaskirche besaß lange '''keine eigene Glocke''' – aber seit der Renovierung 2009–2011 hat sie eine Glocke aus der ehemaligen Büscherstiftung. | Die Thomaskirche besaß lange '''keine eigene Glocke''' – aber seit der Renovierung 2009–2011 hat sie eine Glocke aus der ehemaligen Büscherstiftung. | ||
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Die Glocke ist heute nicht nur Klanggeber, sondern Symbol dafür, wie sich die Gemeinde strukturell verändert und gemeinsam Lösungen gefunden hat. | Die Glocke ist heute nicht nur Klanggeber, sondern Symbol dafür, wie sich die Gemeinde strukturell verändert und gemeinsam Lösungen gefunden hat. | ||
== | == Kunst == | ||
Kunst im engeren Sinne ist in der Thomaskirche eher funktional als museal – ganz im Sinne der Nachkriegsmoderne. In der Friedenskirche und der Thomaskirche im Bergkamener Stadtteil Overberge gehören Arbeiten von Gisela Schmidt zum ständigen Bildschmuck. Sie schuf u. a. moderne Taufbecken für die Büscherstiftung Bergkamen sowie für die Thomaskirche in Bergkamen die Kirchenfenster. | Kunst im engeren Sinne ist in der Thomaskirche eher funktional als museal – ganz im Sinne der Nachkriegsmoderne. In der Friedenskirche und der Thomaskirche im Bergkamener Stadtteil Overberge gehören Arbeiten von Gisela Schmidt zum ständigen Bildschmuck. Sie schuf u. a. moderne Taufbecken für die Büscherstiftung Bergkamen sowie für die Thomaskirche in Bergkamen die Kirchenfenster. | ||
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** Das Taufbecken ist verziert mit... | ** Das Taufbecken ist verziert mit... | ||
== | == Kirche heute == | ||
Die Thomaskirche ist heute ein lebendiges Gemeindezentrum der Friedenskirchengemeinde Bergkamen – modernisiert, gut besucht, funktional aufgestellt. | Die Thomaskirche ist heute ein lebendiges Gemeindezentrum der Friedenskirchengemeinde Bergkamen – modernisiert, gut besucht, funktional aufgestellt. | ||
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* '''Stadt Bergkamen (Hrsg.)''': ''Bergkamen – Geschichte, Menschen, Orte.'' Bergkamen 2009. | * '''Stadt Bergkamen (Hrsg.)''': ''Bergkamen – Geschichte, Menschen, Orte.'' Bergkamen 2009. | ||
* '''Kreiskirchenamt Unna (Hrsg.)''': ''Kirchen und Gemeinden im Evangelischen Kirchenkreis Unna.'' Unna 2005. | * '''Kreiskirchenamt Unna (Hrsg.)''': ''Kirchen und Gemeinden im Evangelischen Kirchenkreis Unna.'' Unna 2005. | ||
* https://www.friedenskirchengemeinde-bergkamen.de/ | * https://www.friedenskirchengemeinde-bergkamen.de/ | ||
[[Kategorie:Kirchen]] | |||