Katholische Pfarrkirche St. Elisabeth: Unterschied zwischen den Versionen

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== Geschichte ==
== Geschichte ==
Die Ursprünge der katholischen Gemeinde in Bergkamen-Mitte reichen ins frühe 20. Jahrhundert zurück, als Bergbau und Bevölkerungswachstum den Bau einer eigenen Kirche notwendig machten. In den '''1920er-Jahren''' entstand an heutiger Stelle die '''erste Elisabethkirche''', ein traditioneller Backsteinbau mit klassischem Langhaus und Turmakzent – typisch für die Kirchenneubauten der jungen Ruhrgebietsgemeinden. Im '''Zweiten Weltkrieg''' wurde diese Kirche schwer beschädigt und schließlich unbrauchbar. Die Gemeinde wich jahrelang auf provisorische Räume aus. Die Gemeinde wich nach Kriegsende auf provisorische Räume aus – ein Zustand, der viele Jahre anhielt. In den 1950er- und frühen 1960er-Jahren entschied man sich, die alte Kirche '''nicht wiederaufzubauen''', sondern einen '''neuen Kirchenraum''' zu schaffen, der den pastoralen Erfordernissen und liturgischen Entwicklungen der Zeit entsprach.  
Die katholische Gemeinde St. Elisabeth wurde am '''7. Oktober 1903''' eigenständig, als erstmals ein eigener Seelsorger – im damaligen Sprachgebrauch der '''Verwalter der Missionsvikarie''' – eingeführt wurde. Die Vikarie gehörte weiterhin zur '''Pfarrei Kamen''' und verfügte zunächst über '''keine eigene Vermögensverwaltung'''. Bis 1907 nutzte die Gemeinde einen '''Saal in einer Gastwirtschaft an der Töddinghauser Straße''' als Notkirche. Die einzige Glocke hing provisorisch an einem Gestell bei der '''alten Schule''', mehrere Hundert Meter entfernt. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich der Bau zum geistlichen Zentrum der katholischen Bevölkerung Bergkamen-Mittes. Während des '''Zweiten Weltkriegs''' wurde die Kirche jedoch schwer beschädigt und letztlich '''zerstört'''. Die Gemeinde wich nach Kriegsende auf provisorische Räume aus – ein Zustand, der viele Jahre anhielt. In den 1950er- und frühen 1960er-Jahren entschied man sich, die alte Kirche '''nicht wiederaufzubauen''', sondern einen '''neuen Kirchenraum''' zu schaffen, der den pastoralen Erfordernissen und liturgischen Entwicklungen der Zeit entsprach.[[Datei:Bergkamen St Elisabeth IMGP8219 wp.jpg|mini|Katholische Pfarrkirche St. Elisabeth Bergkamen]]
[[Datei:Bergkamen St Elisabeth IMGP8219 wp.jpg|mini|Katholische Pfarrkirche St. Elisabeth Bergkamen]]
Die Elisabethkirche, benannt nach '''St. Elisabeth von Thüringen''', Patronin der tätigen Nächstenliebe, sollte von Anfang an ein Ort sein, der Glauben und soziales Engagement verbindet.  
Die Elisabethkirche, benannt nach '''St. Elisabeth von Thüringen''', Patronin der tätigen Nächstenliebe, sollte von Anfang an ein Ort sein, der Glauben und soziales Engagement verbindet.  


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== Inneneinrichtung ==
== Inneneinrichtung ==
Der Innenraum ist als '''längliches Kirchenschiff''' gestaltet, das seitlich von '''niedrigen Seitengängen''' begleitet wird. '''Sieben Stufen''' führen vom Schiff hinauf in die Altarzone. Die heutige liturgische Ausstattung stammt aus dem Jahr '''1968''' und wurde durch den Künstler '''Josef Baron''' geschaffen: '''Altar, Ambo, Sakramentsstele'''
Der Innenraum ist als '''längliches Kirchenschiff''' gestaltet, das seitlich von '''niedrigen Seitengängen''' begleitet wird. '''Sieben Stufen''' führen vom Schiff hinauf in die Altarzone. Alle Elemente folgen einer klaren, zurückhaltenden Formensprache und sind auf den erhöhten Altarraum hin ausgerichtet.


Alle Elemente folgen einer klaren, zurückhaltenden Formensprache und sind auf den erhöhten Altarraum hin ausgerichtet.
Ein später angebrachtes '''Hängekreuz''' über dem Altarbereich setzt einen traditionellen Akzent und verändert die ursprünglich streng sachliche Raumwirkung


Ein später angebrachtes '''Hängekreuz''' über dem Altarbereich setzt einen traditionellen Akzent und verändert die ursprünglich streng sachliche Raumwirkung Auf der Empore befindet sich die '''Orgel der Firma Sauer''' (1993) mit '''39 Registern''' und '''2.891 Pfeifen'''. Sie ist klanglich auf die Raumakustik der Kirche abgestimmt und spielt eine zentrale Rolle in der musikalischen Gestaltung der Gottesdienste.
Im Jahr 1968 erhielt die Kirche eine neue liturgische Ausstattung: Der bestehende Hochaltar wurde durch einen freistehenden Volksaltar ersetzt, dazu schuf der Künstler Josef Baron einen neuen Ambo sowie eine Sakramentsstele für den Tabernakel.


Der Innenraum ist als '''längliches Kirchenschiff''' gestaltet, das seitlich von '''niedrigen Seitengängen''' begleitet wird. Diese Seitengänge sind durch '''Rundpfeiler''' vom Hauptschiff getrennt. Der '''Altarraum''' liegt optisch und räumlich deutlich erhöht'''. Sieben Stufen''' führen vom Schiff hinauf in die Altarzone.
Auf der Empore befindet sich die '''Orgel der Firma Sauer''' (1993) mit '''39 Registern''' und '''2.891 Pfeifen'''. Sie ist klanglich auf die Raumakustik der Kirche abgestimmt und spielt eine zentrale Rolle in der musikalischen Gestaltung der Gottesdienste.


== Kunst ==
== Kunst ==
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* Kreisdekanat Unna (Hg.): ''50 Jahre Katholische Gemeinde in Bergkamen.'' Unna 1999.
* Kreisdekanat Unna (Hg.): ''50 Jahre Katholische Gemeinde in Bergkamen.'' Unna 1999.


* Wikipedia: ''St. Elisabeth (Bergkamen)''
* [https://de.wikipedia.org/wiki/St._Elisabeth_(Bergkamen) Wikipedia: ''St. Elisabeth (Bergkamen)'']
* Katholische Kirche in Bergkamen: https://www.katholische-kirche-in-bergkamen.de
* Katholische Kirche in Bergkamen: https://www.katholische-kirche-in-bergkamen.de
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[[Kategorie:Kirchen]]