Marina Rünthe: Unterschied zwischen den Versionen
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Das PulsLicht ist täglich mit dem Einschalten der Straßenbeleuchtung für vier Stunden in Betrieb. | Das PulsLicht ist täglich mit dem Einschalten der Straßenbeleuchtung für vier Stunden in Betrieb. | ||
= <small>Yachthafen Marina Rünthe</small> = | = <small>'''Yachthafen Marina Rünthe'''</small> = | ||
Hier in Rünthe ist das westfälisches Sportbootzentrum "Marina Rünthe“. | Hier in Rünthe ist das westfälisches Sportbootzentrum "Marina Rünthe“. | ||
Dieser ist der größte Sportboothafen bzw. Yachthafen in ganz NRW mit 320 Liegeplätze. Die meisten sind Motorboote, einige wenige sind Segler (nur als Liegeplatz oder in der Werft) | Dieser ist der größte Sportboothafen bzw. Yachthafen in ganz NRW mit 320 Liegeplätze. Die meisten sind Motorboote, einige wenige sind Segler (nur als Liegeplatz oder in der Werft) | ||
=== < | === <small>Dattel-Hamm-Kanal (DHK)</small> === | ||
Der Hafen ist am Datteln-Hamm-Kanal angeschlossen. Der Volksmund nannte ihn früher Lippe-Seiten-Kanal, da die Lippe und der Kanal parallel verlaufen und die Lippe den Kanal mit Wasser versorgt. (Aber auch andersherum) | Der Hafen ist am Datteln-Hamm-Kanal angeschlossen. Der Volksmund nannte ihn früher Lippe-Seiten-Kanal, da die Lippe und der Kanal parallel verlaufen und die Lippe den Kanal mit Wasser versorgt. (Aber auch andersherum) | ||
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Die Abmessungen der heute auf dem Kanal zugelassenen Schiffseinheiten, erlauben in den vereinzelten Streckenabschnitten keinen Begegnungsverkehr. Aus diesem Grund wurde 1997 der Richtungsverkehr eingeführt, anfänglich über eine Kanalstrecke von ca. 18,6 KM, nach Fortschritt des Ausbaus mittlerweile nur noch über knapp 7 km. Diese "Einbahnstrecke" durchfahren die Schiffe abwechselnd im 1-Stunden-Takt in der Bergfahrt (Rtg. Hamm) in der Talfahrt (Rtg. Datteln) Für Schiffe, die ihr Fahrziel nicht erreicht haben, wurden zusätzliche Liegestellen geschaffen, die bis zum erneuten Wechsel der Fahrtrichtung angelaufen werden müssen. | Die Abmessungen der heute auf dem Kanal zugelassenen Schiffseinheiten, erlauben in den vereinzelten Streckenabschnitten keinen Begegnungsverkehr. Aus diesem Grund wurde 1997 der Richtungsverkehr eingeführt, anfänglich über eine Kanalstrecke von ca. 18,6 KM, nach Fortschritt des Ausbaus mittlerweile nur noch über knapp 7 km. Diese "Einbahnstrecke" durchfahren die Schiffe abwechselnd im 1-Stunden-Takt in der Bergfahrt (Rtg. Hamm) in der Talfahrt (Rtg. Datteln) Für Schiffe, die ihr Fahrziel nicht erreicht haben, wurden zusätzliche Liegestellen geschaffen, die bis zum erneuten Wechsel der Fahrtrichtung angelaufen werden müssen. | ||
=== | === Zur Historie des heutigen Yachthafen === | ||
Die Firma Klöckner Werke AG die die Zeche Königsborn und Zeche Werne betrieben, merken nach und nach, dass sich ihre Kohle auf dem Wasser wesentlich günstiger transportieren ließe. Durch eine Öffnung in der Eisenbahnbrücke, wurden die Kanalschiffe befüllt. Dies sollte eigentlich ein Provisorium sein, wurde aber mehrere Jahre praktiziert. Zwar wurden die Bauarbeiten für den Klöckner-Hafen im Herbst 1937 gestartet, kamen aber mit Ausbruch des 2. Weltkrieges zum Erliegen. Erst 1947 wurden die Arbeiten wieder aufgenommen. Die ursprünglich geplante Anbindung des Rünthe-Hafens an die Zechenbahnlinie Werne–Königsborn, die 1940 betriebsbereit war, wurde dann aber nicht mehr realisiert. Ende 1956 erhielt der Hafen einen Turmdreh- und Verladekran. 1960 ermöglichte es die Klöckner AG anderen Unternehmen, sich im Hafen anzusiedeln. Somit wurden nun große Mengen von Baustoffen wie Kies, Sand, Transportbeton, Straßenbaumaterialien, Futtermittel und sogar Heizöl umgeschlagen. Der Hafen hatte sich in der ersten Hälfte der 60er Jahre zu einem ''„neuen Industrie- bzw. Wirtschaftsstandort von besonderer'' ''Bedeutung“'' entwickelt. Aber Ende der 70ger Jahre hat er dann seine Bedeutung als Umschlagplatz für Massengüter weitgehend verloren. Nicht zuletzt wegen der relativ geringen Größe des landseitigen Hafengeländes sowie des Fehlens eines Gleisanschlusses war das Ende des Industriehafens vorhersehbar. | Die Firma Klöckner Werke AG die die Zeche Königsborn und Zeche Werne betrieben, merken nach und nach, dass sich ihre Kohle auf dem Wasser wesentlich günstiger transportieren ließe. Durch eine Öffnung in der Eisenbahnbrücke, wurden die Kanalschiffe befüllt. Dies sollte eigentlich ein Provisorium sein, wurde aber mehrere Jahre praktiziert. Zwar wurden die Bauarbeiten für den Klöckner-Hafen im Herbst 1937 gestartet, kamen aber mit Ausbruch des 2. Weltkrieges zum Erliegen. Erst 1947 wurden die Arbeiten wieder aufgenommen. Die ursprünglich geplante Anbindung des Rünthe-Hafens an die Zechenbahnlinie Werne–Königsborn, die 1940 betriebsbereit war, wurde dann aber nicht mehr realisiert. Ende 1956 erhielt der Hafen einen Turmdreh- und Verladekran. 1960 ermöglichte es die Klöckner AG anderen Unternehmen, sich im Hafen anzusiedeln. Somit wurden nun große Mengen von Baustoffen wie Kies, Sand, Transportbeton, Straßenbaumaterialien, Futtermittel und sogar Heizöl umgeschlagen. Der Hafen hatte sich in der ersten Hälfte der 60er Jahre zu einem ''„neuen Industrie- bzw. Wirtschaftsstandort von besonderer'' ''Bedeutung“'' entwickelt. Aber Ende der 70ger Jahre hat er dann seine Bedeutung als Umschlagplatz für Massengüter weitgehend verloren. Nicht zuletzt wegen der relativ geringen Größe des landseitigen Hafengeländes sowie des Fehlens eines Gleisanschlusses war das Ende des Industriehafens vorhersehbar. | ||