Katholische Pfarrkirche St. Elisabeth: Unterschied zwischen den Versionen
FrauBu (Diskussion | Beiträge) Die Seite wurde neu angelegt: „== Geschichte == Die Geschichte der St.-Elisabeth-Kirche beginnt im '''frühen 20. Jahrhundert''', als Bergkamen durch den Bergbau schnell anwuchs. Mit den neuen Zechen kamen viele katholische Arbeiterfamilien in den Ort – und damit der Bedarf nach einer eigenen Pfarrkirche im entstehenden Bergkamen-Mitte. In den '''1920er-Jahren''' wurde an heutiger Stelle die erste St.-Elisabeth-Kirche errichtet. Sie war ein traditioneller Backsteinbau mit klassischem…“ |
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Die Elisabethkirche in Bergkamen, benannt nach '''St. Elisabeth von Thüringen''', Patronin der tätigen Nächstenliebe, sollte von Anfang an ein Ort sein, der Glauben und soziales Engagement verbindet. | Die Elisabethkirche in Bergkamen, benannt nach '''St. Elisabeth von Thüringen''', Patronin der tätigen Nächstenliebe, sollte von Anfang an ein Ort sein, der Glauben und soziales Engagement verbindet. | ||
= Architektur = | == Architektur == | ||
Die Ursprünge der katholischen Gemeinde in Bergkamen-Mitte reichen ins frühe 20. Jahrhundert zurück, als Bergbau und Bevölkerungswachstum den Bau einer eigenen Kirche notwendig machten. In den '''1920er-Jahren''' entstand an heutiger Stelle die '''erste Elisabethkirche''', ein traditioneller Backsteinbau mit klassischem Langhaus und Turmakzent – typisch für die Kirchenneubauten der jungen Ruhrgebietsgemeinden. | Die Ursprünge der katholischen Gemeinde in Bergkamen-Mitte reichen ins frühe 20. Jahrhundert zurück, als Bergbau und Bevölkerungswachstum den Bau einer eigenen Kirche notwendig machten. In den '''1920er-Jahren''' entstand an heutiger Stelle die '''erste Elisabethkirche''', ein traditioneller Backsteinbau mit klassischem Langhaus und Turmakzent – typisch für die Kirchenneubauten der jungen Ruhrgebietsgemeinden. | ||
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Damit ist St. Elisabeth ein Beispiel für die '''Kirchenbau-Moderne der 1960er-Jahre''', die sich bewusst von traditionellen Formen löste und einen hellen, offenen, gemeinschaftsorientierten Gottesdienstraum schuf. | Damit ist St. Elisabeth ein Beispiel für die '''Kirchenbau-Moderne der 1960er-Jahre''', die sich bewusst von traditionellen Formen löste und einen hellen, offenen, gemeinschaftsorientierten Gottesdienstraum schuf. | ||
= Glocken = | == Glocken == | ||
Mit dem Neubau der St.-Elisabeth-Kirche in den 1960er-Jahren erhielt die Gemeinde auch ein vollständig neues Glockengeläut. Die ursprünglichen Glocken der Vorkriegskirche waren im Zweiten Weltkrieg "verloren gegangen". Anstelle eines klassischen Turmes wurde – typisch für die Kirchenbau-Moderne – ein '''freistehender Glockenträger''' errichtet. Die klare, offene Konstruktion aus Stahl bzw. Stahlbeton steht wenige Meter südlich des Kirchengebäudes und ist bewusst als funktionales, nüchternes Element gestaltet. Er bildet einen deutlichen architektonischen Akzent und gehört zu den markanten Merkmalen des Neubaus von 1968. | Mit dem Neubau der St.-Elisabeth-Kirche in den 1960er-Jahren erhielt die Gemeinde auch ein vollständig neues Glockengeläut. Die ursprünglichen Glocken der Vorkriegskirche waren im Zweiten Weltkrieg "verloren gegangen". Anstelle eines klassischen Turmes wurde – typisch für die Kirchenbau-Moderne – ein '''freistehender Glockenträger''' errichtet. Die klare, offene Konstruktion aus Stahl bzw. Stahlbeton steht wenige Meter südlich des Kirchengebäudes und ist bewusst als funktionales, nüchternes Element gestaltet. Er bildet einen deutlichen architektonischen Akzent und gehört zu den markanten Merkmalen des Neubaus von 1968. | ||
== Kunst == | == Kunst == | ||
Die St.-Elisabeth-Kirche besitzt eine bemerkenswerte Glasausstattung, die deutlich über ein „bisschen abstraktes Licht“ hinausgeht. | Die St.-Elisabeth-Kirche besitzt eine bemerkenswerte Glasausstattung, die deutlich über ein „bisschen abstraktes Licht“ hinausgeht. | ||