Haus Schmülling

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Das heutige Gebäude, das vielen unter dem Namen „Thorheim“ bekannt ist, blickt auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück. Ursprünglich war es über Jahrzehnte hinweg als Haus Schmülling ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens im Bergkamener Ortsteil Overberge.

Bereits im 20. Jahrhundert entwickelte sich Haus Schmülling zu einer klassischen Gaststätte mit großer Bedeutung für die Bevölkerung. Besonders der Veranstaltungssaal machte das Haus zu einem wichtigen Treffpunkt für Vereinsfeiern, Familienfeste und kulturelle Veranstaltungen. Über viele Jahre hinweg war es damit nicht nur ein gastronomischer Betrieb, sondern auch ein sozialer Mittelpunkt des Ortes.

In den 1990er- und 2000er-Jahren blieb diese Funktion zunächst erhalten, allerdings führten zunehmende Pächterwechsel zu ersten Veränderungen.

In der Mitte der 2010er-Jahre wurde das Gebäude zeitweise unter dem Namen „Almrausch“ geführt. Dieses Konzept setzte auf eine thematische Ausrichtung im bayerischen Stil und war ein Versuch, neue Gäste anzusprechen und den Standort wirtschaftlich neu zu beleben.

Einen deutlichen Einschnitt stellte das Jahr 2012 dar, als das Gebäude verkauft wurde. In der Folgezeit begann eine Phase der Neuausrichtung, in der verschiedene gastronomische Konzepte ausprobiert wurden. Der traditionsreiche Name „Haus Schmülling“ verlor dabei zunehmend an Präsenz.

Ein grundlegender Wandel erfolgte schließlich im Jahr 2018 mit der Umbenennung und Neueröffnung als Thorheim – Taverne der Götter. Mit diesem Schritt wurde ein völlig neues Konzept eingeführt, das sich an der nordischen Mythologie und mittelalterlichen Themen orientierte. Neben dem gastronomischen Angebot rückten nun vor allem Veranstaltungen, Mottoabende und Konzerte in den Mittelpunkt. Das Thorheim entwickelte sich dadurch zu einer Erlebnis- und Eventlocation mit überregionaler Aufmerksamkeit.

In den folgenden Jahren etablierte sich das Thorheim als außergewöhnlicher Veranstaltungsort, an dem unter anderem Live-Musik, Themenabende und sogar sogenannte „Wikinger-Hochzeiten“ stattfanden. Gleichzeitig blieb die wirtschaftliche Situation jedoch wechselhaft.

Im Jahr 2021 kam es erneut zu Unsicherheiten bezüglich der Zukunft des Betriebs, die schließlich in einem Eigentümerwechsel mündeten. Trotz neuer Ansätze blieb die Entwicklung in den darauffolgenden Jahren instabil.

Anfang des Jahres 2025 wurde das Thorheim überraschend geschlossen, doch im Dezember des selben Jahres wurde es wiedereröffnet. Die neuen Pächter sind Regina und Werner Maschewski.