Wilhelm-Leuschner-Straße
Fakten
Die Wilhelm-Leuschner-STraße befindet sich im Stadtteil Bergkamen-Mitte.
Persönliches
Meine Straße
Ich wohne in der Wilhelm-Leuschner-Straße in 59192 Bergkamen-Mitte – einer „ruhigen“ Sackgasse, in der es manchmal so leise ist, dass man die Spatzen beim Diskutieren hört. Vom Kreisverkehr am ehemaligen Hallenbad aus geht’s direkt links rein. Am Ende der Straße liegen das Hermann-Görlitz-Seniorenzentrum, ein kleiner Parkplatz der Bergkamener-Kleingartenanlage Grüne Insel sowie ein anliegendes Wäldchen, durch das man schnell zum Kuhbach-Radweg gelangt.
Unsere Straße ist etwa 600 Meter lang, hat acht Nebenstraßen und trägt den Namen Wilhelm Leuschner – Gewerkschafter, Widerstandskämpfer und jemand, der für Mut, Verantwortung und Zusammenhalt steht. Ein Name, der genau das trifft, was Nachbarschaft eigentlich bedeutet.
Wie sich unsere Straße heute zeigt
Hier leben viele engagierte Menschen – in Einfamilien-, Reihen- und Mehrfamilienhäusern. Die ersten Häuser stehen seit den späten 1960ern; damals führte nur ein Trampelpfad zur Gartenanlage. Heute gibt es gepflegte Vorgärten, kurze Wege zu Geschäften, ein Seniorenzentrum und sogar eine Pizzeria mit Pizza-Taxi (was will man mehr?).
Natürlich hat unsere Straße auch ein paar Baustellen – und nein, damit sind ausnahmsweise nicht die der Stadt gemeint:
- Einige Garagen haben den Beruf gewechselt: vom Autohaus zur Werkstatt oder zum Lager.
- Sichtschutzwände am Gehweg könnten problemlos als Kulisse für einen Mittelalterfilm herhalten.
- Manche Gullys atmen schwer und hätten eine kleine Wellness-Kur nötig.
- Ab und zu sieht man Ratten – vermutlich auf dem Weg zum Pizzadienst.
- Das Tempolimit 30 km/h wird von manchen wohl als freundliche Empfehlung gesehen.
- Im Wäldchen und an ein paar Straßenecken findet man Müll, der dort absolut nicht wohnen möchte.
- Parkplätze sind knapp – manche reservieren „ihren“ Platz mit Mülltonnen.
- Beschmierte Kästen und achtlos weggeworfene Verpackungen verschönern leider wenig.
Auch viele ausländische Nachbarn leben hier – Menschen, die interessiert sind, sich integrieren wollen und die Straße bereichern. Bei manchen läuft’s schon super, bei anderen hapert es noch etwas:
- Ruhezeiten? Muss man sich erst merken.
- Kinder beaufsichtigen? Nicht immer leicht.
- Einkaufswagen zurückbringen? Ein echtes Rückführungs-Abenteuer.
Viele Vorgärten sind mit Liebe gestaltet, manche bräuchten etwas Aufmerksamkeit, und einige ältere Bewohner könnten sicherlich hin und wieder eine helfende Hand gebrauchen.
Verantwortung – früher und heute
Als ich mit meinen Geschwistern aufwuchs, lernten wir früh Verantwortung: Jeder hatte seinen Abschnitt des Gartenwegs sauber zu halten, wir deckten abwechselnd den Tisch, räumten auf – und ja, es war nicht immer lustig, aber es hat uns geprägt.
Vielleicht ist genau das heute wieder wichtig: Verantwortung füreinander und für unser Umfeld – gerade im Kleinen, direkt vor der eigenen Haustür.
Unsere Straße gemeinsam gestalten
In manchen Städten gibt es Verschönerungsvereine – Menschen, die Grünflächen pflegen, Nachbarschaftstreffen organisieren und dafür sorgen, dass Straßen lebendig bleiben. Solche Initiativen zeigen, wie viel entsteht, wenn jeder ein kleines Stück beiträgt: Zeit, Ideen, Werkzeuge, Humor oder einfach Rücksicht.
Auch bei uns in Bergkamen könnte gemeinschaftliches Engagement Ordnung und Sauberkeit verbessern – und unsere Straße zu einem Ort machen, der einlädt und verbindet.
Eine Vision für die Wilhelm-Leuschner-Straße
Ich wünsche mir eine Straße, in der:
- Kinder sicher spielen,
- ältere Menschen Unterstützung finden,
- Nachbarn sich kennen und vielleicht sogar mal miteinander lachen,
- und wo jeder merkt: „Hier bin ich zuhause.“
Wahrscheinlich gibt es schon einige kleine Straßen- und Nachbarschaftshilfen – vielleicht wissen wir nur noch nicht voneinander.
Eine Straße wird nicht von allein sauber, freundlich und lebendig. Aber gemeinsam geht unglaublich viel.
Schlusswort
Was würde Wilhelm Leuschner wohl heute denken, wenn er unsere Straße sähe, die seinen Namen trägt? Vermutlich würde er Fragen stellen – und neugierig zuhören, was die Menschen hier bewegt.
Natürlich ist es auch in Münster, Hannover oder Köln am Rhein schön. Aber auch in Bergkamen kann man richtig glücklich sein – besonders, wenn wir unsere Straße gemeinsam gestalten.
Also: Schaut euch einfach einmal um. Wie sieht es vor eurer Haustür aus?
Jede kleine Tat macht aus einer Straße ein Zuhause.
Herzliche Grüße
Scholli, 1.12.2025
(Kein Anspruch auf Vollständigkeit – aber voller guter Absichten!)